Stilleben Lyrik, Wahrheit, Frieden, Spiegel der Welt, muslimehelfen

Veröffentlicht am 25. April 2013 | by Nadya

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Zeit für Lyrik

Selten habe ich ihn so klar gesehen. Der Himmel liegt in wunderschönem Grau über der Stadt. Wolken sind keine da. Nur der Mond erstrahlt in dunklem Weiß. Manchmal erscheint es mir, als wäre der Mond der Spiegel der Welt. Als zeichneten sich die Kontinente auf ihm ab. Er wandert still und voll heute Abend. Es gibt nur sehr wenig, das mich so fasziniert, wie er. Er hat etwas Lyrisches an sich: Wehmut, Einsamkeit, Hoffnung.

Es ist Frühling. Lange haben wir gewartet. Die Bäume vor meinem Fenster tragen schwer. Stolz recken sich die Äste in die Höhe. Die Welt liegt still da. Im Fernen rauscht der Verkehr. Vor mir tickt die Uhr bedächtig. Vereinzelt fliegt ein Vogel. Ein anderer zwitschert „Gute Nacht“. Plötzlich ist die Welt grün. Die Menschen sind freundlicher, friedlicher.

Warum kann es nicht immer so sein? Warum kann nicht der Frühling, der alte Poet, uns im Herzen erhalten bleiben? Dass es immer friedlich wär. Was ich an der Lyrik liebe, ist ihre Kraft. Sie berührt. Sie bewegt. Sie zeigt die Wahrheit, wie sie ist.

Das können wir auch. Nur, wenn wir es nicht tun, macht es keiner …

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Über den Autor/en

Nadya

ist Ägyptologin, war im Fundraising und ist jetzt für Projektadministration zuständig, interessiert sich für Menschen und Kulturen, Sprachen und Geschichte. Sie beobachtet gerne ihre Umwelt und versucht das Geschehen um sie herum von einem anderen Standpunkt aus zu sehen.



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