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Veröffentlicht am 31. Januar 2017 | by Soufian

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Waisenkinder und ihre Träume

Ganz anschaulich möchten wir Dir zwei Waisen aus unseren Projekten vorstellen und Dir ihre persönliche Geschichte näher bringen, denn es geht nicht nur um abstrakte Spenden, sondern um das Leben der Kinder.

Ein Kind träumt davon, Ingenieur zu werden

Joel ist 12 Jahre alt und geht in Hubli in die Schule. Er ist ein aufgeweckter, intelligenter Junge. Er steht stets früh auf und betet, denn er glaubt an Gott. Von 8:30 Uhr bis 15:45 Uhr hat er Unterricht. Dann hat er Pause und geht von 17 Uhr bis 19:30 Uhr zum Nachmittagsunterricht. Sein Lieblingsfach ist Mathe, denn er möchte eines Tages Ingenieur werden.

Joel hat seinen Vater plötzlich durch einen Herzinfarkt verloren, als er noch klein war. Seine Mutter
Aksa kommt aus einer armen Familie und hat als Krankenschwester gearbeitet, was jedoch als alleinerziehende Mutter von zwei Kindern nicht einfach ist. Besonders dann nicht, wenn man in der Nachtschicht arbeitet und lediglich 3000 Rupien verdient, was etwa 45 Euro im Monat entspricht.

Der Verlust ihres Ehemannes machte Joels Mutter sehr zu schaffen, denn sie hatte niemanden, der ihr beistand und stand finanziell vor dem Aus. Ihr blieb noch nicht einmal ein Dach über dem Kopf.

Weil die Nachtschichten neben der Erziehung von zwei Kindern zu schwer geworden sind, hörte Joels Mutter als Krankenschwester auf und fing an als Näherin zu arbeiten, wodurch auch weniger verdient. Mit gerade einmal 2000 Rupien, etwa 30€ im Monat, bestreitet Aksa ihren Lebensunterhalt und den ihrer Kinder Joel und Mahima. Sie wohnen zur Miete, ohne jegliche Unterstützung durch ihre Eltern. In der Not borgt sie sich hin und wieder Geld von ihrem Nachbarn. Joels Mutter sagte, sie wird alles Nötige tun, um ihre Kinder auszubilden und ihnen eine bessere Zukunft zu bieten.

Über die Waisenhilfe konnte muslimehelfen Aksa unterstützen.

Joels Mutter sagte dazu:

„In meiner schweren Zeit war niemand da, der mir geholfen hat. Selbst meine eigene Mutter hat sich vor uns versteckt. Aber ihr seid als Licht in unser Leben getreten. Ich habe so sehr für meine Familie gekämpft. Jetzt ist muslimehelfen als Erleichterung in unser Leben getreten. Ich bin so glücklich. Ich habe keine Worte, um meinen Dank für eure Hilfe auszudrücken. Jetzt habe ich die Hoffnung, dass meine Kinder eine gute Ausbildung bekommen und ihre Träume durch muslimehelfen wahr werden. Danke auch den Spendern. Möge Gott euch alle segnen!“

Mohammad möchte Arzt werden

Mohammad, 10 Jahre alt, ein reizender Junge, lebt im Slumgebiet in Hubli, Indien. Er ist ein fleißiger Grundschüler und bekommt gute Schulnoten.

Seine Eltern sind beide an Aids gestorben. Seinen Vater verlor er, als er gerade einmal sechs Monate alt war und seine Mutter mit 7 Jahren. Seit dem ist er eine Waise und lebt bis jetzt bei seiner Tante, der Schwester seiner Mutter, zusammen mit seinem älteren Bruder Aschraf, 15 Jahre alt, und seiner Schwester Sana Begum, 14 Jahre alt.

Er steht früh morgens um 6 Uhr auf, duscht, betet, trinkt seinen Tee und hilft seinen älteren Geschwistern beim Aufräumen. Dann geht er einkaufen, holt Gemüse und hilft seiner Tante. Danach füllt er das Wasser zu Hause auf, frühstückt um 9 Uhr und macht sich fertig für den 30-minütigen Fußweg zur Schule. Abends um 17 Uhr kommt er zurück, macht sich etwas frisch, isst eine Kleinigkeit und geht erneut zum Unterricht. Um 18:30 Uhr kommt wieder nach Hause. Gerne spielt er dann mit seinem Freund Cricket; er ist ein guter Fänger.

Manchmal schaut er im Haus seiner Nachbarn noch ein bisschen Fernsehen. Dann lernt er eine Stunde lang für die Schule und isst um 21:30 Uhr zu Abend. Nach dem Abendbrot ist um 22 Uhr Schlafenszeit.

Die Geschichte um den Verlust seiner Eltern ist tragisch.

Der Vater infizierte die nichtsahnende Mutter, sie wurde schwanger. Mohammads älterer Bruder ist ebenfalls HIV-infiziert. Die beiden jüngeren Kinder sind alhamdulillah gesund.

Mohammads Tante Yasmeen, die sich nun um ihn und seine Geschwister kümmert, ist nicht verheiratet und möchte den Kindern zuliebe nicht heiraten. So teilte sie uns mit:

„Wenn ich heirate und gehe, wer schaut dann nach diesen drei Kindern?“

Waisenkinder und ihre Träume

Yasmeen arbeitet als einfache Arbeitskraft und verdient damit 1200 Indische Rupien, was lediglich 17 € im Monat entspricht. Davon muss sie auch die medizinische Behandlung von Mohammads HIV- infiziertem, älterem Bruder Aschraf bezahlen, der oftmals fragt, warum er so geboren ist. Seine Tante tröstet ihn dann. Dies ist mitunter ein Grund, warum Mohammad Arzt werden möchte.

Dank Deiner Waisenhilfe können viele Waisen zur Schule gehen und ihre Träume inschallah verwirklichen.

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Über den Autor/en

Soufian

86er Baujahr, Social Media Fuchs mit juristischem Background, marokkanischen Wurzeln und einer starken Bindung zur Moschee. Im Community Management von muslimehelfen tätig und bietet zwischen Fans und Followern Einblicke in die Gedankenwelt eines Admins.



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