Stilleben Träume, Schreiben, Ägypten, Beruf, muslimehelfen

Veröffentlicht am 25. Februar 2014 | by Nadya

0

Träume

Ich hatte immer Träume. Manche waren Wolkenschlösser, die vergingen. Aber zwei sind geblieben.

Ich war in der sechsten Klasse, als ich von einem Bild in den Bann gezogen wurde: Ein Mann stand auf einem Boot, einen Speer mit beiden Händen umklammernd und um ihn herum waren dichte dunkelgrüne Pflanzen und Nilpferde. Trotz der offensichtlichen Gewalt wirkte das Bild unglaublich friedlich. Meine erste Begegnung mit dem alten Ägypten. Jahre später dann habe ich Ägyptologie studiert. Das war eine von sehr wenigen Entscheidungen, die ich nie bereut habe.

Mit 16 habe ich angefangen zu schreiben. Einfach so. Ich habe aufgeschrieben, was ich gehört, gesehen und gefühlt habe. Jedes Zwitschern, jeden Satz wollte ich einfangen. Das ging natürlich nicht. Deswegen habe ich jetzt meistens ein Büchlein und einen funktionierenden Stift dabei. Seit dem Moment, wo ich angefangen habe zu schreiben, wollte ich nichts anderes mehr tun. Meine erste Schreibblockade kam als ich 25 war. Ich hätte es ahnen können, sie hatte sich über vier Jahre lang angeschlichen und blieb dann drei Jahre lang. Jetzt ist das Schreiben mein Beruf.

Manchmal frage ich mich was wäre, wenn es anders gekommen wäre. Wenn ich nicht zur Schule hätte gehen können. Was wäre aus meinen Träumen geworden?

Schlagwörter: , , , , , ,


Über den Autor/en

Nadya

ist Ägyptologin, war im Fundraising und ist jetzt für Projektadministration zuständig, interessiert sich für Menschen und Kulturen, Sprachen und Geschichte. Sie beobachtet gerne ihre Umwelt und versucht das Geschehen um sie herum von einem anderen Standpunkt aus zu sehen.



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Back to Top ↑