Emha

Veröffentlicht am 19. September 2013 | by Emha

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Syrien – 200 Flüchtlinge am Tag


Assalamu alaikum, weit über tausend syrische Flüchtlinge bauen Woche für Woche auf Deine Unterstützung. Denn genauso viele Syrer kommen jede Woche in die Polyklink von Dr. Najjar. muslimehelfen unterstützt ihn finanziell mit Deiner Hilfe, damit er seine vielen Patienten ausreichend versorgen kann. Er hat uns heute ein kurzes Interview gegeben, am Telefon.

Du möchtest helfen? Hier kannst Du spenden:

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Eigentlich hatte er gar keine Zeit für ein Interview. Aber er hatte sich trotzdem sofort ein paar Minuten für mich genommen, obwohl er wirklich viel beschäftigt ist, und hat ganz frei erzählt, ohne dass ich viel fragen musste. Manchmal hatte ich ihn nicht verstanden und musste nachfragen. Um ihn herum war es hektisch: Kennst Du das, wenn ganz viele Leute durcheinander reden, herumwuseln und durch die Gegend rennen? So klang es im Hintergrund. Trotz der Hektik um ihn herum war er ganz ruhig. Und hier ist, was er zur Syrienhilfe gesagt hat:

Wir sind jetzt seit einem Jahr in Reyhanli. Davor waren wir eineinhalb Jahre in Antakya. Hier haben die Menschen Verständnis für unsere Arbeit und das, was wir tun. Wir haben eine Polyklinik gegründet, in der wir dreierlei Hilfe anbieten: klinische Untersuchungen, Laboruntersuchungen und wir haben eine große Apotheke in unserer Klinik. Ich arbeite mit acht Kollegen zusammen: zwei Internisten, zwei Kinderärzten, einer Gynäkologin, einem Zahnarzt, einem Orthopäden und einem Chirurgen. Wir behandeln zwischen 200 und manchmal sogar 300 Patienten am Tag. Es sind hauptsächlich Kinder, die zu uns kommen. Aber auch Familien, die in den umliegenden Dörfern leben. Wir untersuchen sie, wenn nötig auch im Labor. Dann erhalten sie ein Rezept von uns, das sie direkt in der Klinik abgeben und Medizin aus unserer eigenen Hausapotheke bekommen.“

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Hier liest Du den Projektbericht.

Zu den Anfängen der Klinik hat er mir gesagt: „In Antakya hatten wir eine Klinik. Wir sind damals in die umliegenden Krankenhäuser gegangen und haben die Patienten in unsere Privatklinik verlegen lassen, die am schwersten verletzt waren. Wir haben sie behandelt und medizinisch versorgt. Nach der Behandlung konnten sie sich einige Wochen lang in unserer eigenen Reha-Klinik, die wir damals hatten, erholen. Dann konnten wir sie nach Hause schicken, obwohl sie gar nicht wegwollten, so wohl hatten sie sich bei uns gefühlt. Die Reha-Klinik haben wir dann geschlossen. Es gab Beschwerden von der Bevölkerung, die aus politischen Gründen gegen unsere Arbeit waren. Aber hier in Reyhanli haben wir guten Kontakt mit der Bevölkerung. Wir erhalten monatlich zwischen 20.000 und 25.000 Dollar an Spendengeldern. Die Medikamente werden von muslimehelfen übernommen. (muslimehelfen hat die Arbeit von Dr. Najjar bis jetzt mit 70.000 € unterstützt.) Von offizieller Seite bekommen wir keine Spenden, sonst nur noch von Privatpersonen.

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Stell Dir vor, Du müsstest Dein Zuhause Hals über Kopf verlassen in eine fremde Welt: So geht es tausenden Syrern seit Monaten. Die meisten flüchten sich ins Ausland, nach Jordanien, in den Libanon oder die Türkei.

Unsere Syrienhilfe läuft weiter. In einer Klinik in der Türkei nahe der syrischen Grenze arbeitet Dr. Najjar, ein syrischer Arzt aus Deutschland. In der Grenzregion Antakya hat er eine Klinik aufgebaut, in der syrische Flüchtlinge behandelt und gepflegt werden. muslimehelfen hat Kontakt zu Dr. Najjar. Und seit März 2012 unterstützen wir ihn und seine Klinik mit Medikamenten.

Möge Allah sie bei ihrer Arbeit unterstützen und ihnen helfen, noch mehr Menschen zu helfen. Gemeinsam können wir etwas ändern. Hilf bitte mit.

Hilf syrischen Flüchtlingen hier.

Hier liest Du den Projektbericht.

Wassalam,

Deine Emha, noch immer fasziniert.

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Über den Autor/en

Emha

Geboren 1985, als Schwester Emha spickt sie ihren Kollegen über die Schulter, erklärt Kompliziertes und Aktuelles aus dem Büroleben und wenn Unterhaltung ansteht, dann ist Emha ganz vorne mit dabei.



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