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Veröffentlicht am 20. Januar 2016 | by Soufian

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Sollen doch die Superreichen spenden!


Laut den neusten Studien erreicht die soziale Ungerechtigkeit einen neuen Höchststand. Gerade mal 62 Superreiche haben alleine bereits mehr Vermögen, als die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung.

Ich wiederhole: zweiundsechzig! Vor meinem geistigen Auge sehe ich nun 62 Personen dieser Art:

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Noch krasser ist diese Zahl, wenn man bedenkt, dass es im Vorjahr noch 80 Superreiche waren, die gemeinsam auf dieses Vermögen kamen. Gleichzeitig stieg natürlich die Anzahl der Weltbevölkerung. Es landet also immer mehr Vermögen bei immer weniger Superreichen.

Bei diesem Trend könnte es irgendwann sogar sein, dass eines Tages ein einziger Mensch mehr Vermögen besitzen wird, als die gesamte Welt!

Erklärt wird diese Entwicklung unter anderem durch sogenannte “Steueroasen”. Großkonzerne legen ihren Firmensitz einfach an Standorte, an denen sie möglichst wenig Steuern abdrücken müssen. Milliarden gehen dadurch verloren. Gierige Menschen entziehen sich mit Tricksereien ihrer Verantwortung.

Lösungen für gesellschaftliche Probleme finden wir alhamdulillah im Islam. In diesem Falle wäre dies die Zakat. Die Zakat fließt bei muslimehelfen in alle Hilfsprojekte ein und kommt Bedürftigen zu Gute.

zakat

Im Koran steht dazu in Vers 60 von Sure At-Tawbah:

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„Die Spenden sind ja für die Bedürftigen und die Armen und die dafür Tätigen und die, deren Herzen zusammengefügt werden und für die Unfreien und die Verschuldeten und auf dem Weg Allahs und den ,Sohn des Weges’, eine Pflicht von Allah, und Allah ist wissend, weise.“
“Sadakalar ancak sunlar içindir: Fakirler, yoksullar, o iste çalisan görevliler, müellefe-i kulûb (kalbleri Islâm’a isindirilacaklar), köleler, borçlular, Allah yolundakiler, yolda kalmislar. Allah tarafindan böyle farz kilindi. Allah her seyi bilendir, hüküm ve hikmet sahibidir.”

Zinsgeschäfte sind aber ebenfalls als Mitursache für die soziale Ungerechtigkeit zu nennen. Auch hier ist der Islam sehr deutlich. So sind uns Zinsen (arab.: Riba) verboten. Wir dürfen weder welche annehmen, noch welche verlangen.

reichersheikh

Superreiche hin oder her. Das Vermögen ist ohnehin vergänglich. Am Jüngsten Tag wird jeder über sein eigenes Vermögen gefragt und für sich selbst Rechenschaft ablegen müssen. An diesem Tag wird sich zeigen, wer wirklich reich ist. Nämlich derjenige, der gute Taten und Sadaqa vorausgeschickt hat und nicht derjenige, der sein Vermögen hortet und mit ins Grab nimmt.

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Über den Autor/en

Soufian

86er Baujahr, Social Media Fuchs mit juristischem Background, marokkanischen Wurzeln und einer starken Bindung zur Moschee. Im Community Management von muslimehelfen tätig und bietet zwischen Fans und Followern Einblicke in die Gedankenwelt eines Admins.



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