Emha

Veröffentlicht am 18. Juni 2012 | by Emha

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Schwester Emha ruft um Hilfe

Assalamu aleikum, wann bin ich ich? Blöde Frage … ich meine… ich bin ich, klar und Du bist Du. Brauche ich dafür einen Beweis?

Wenn man zu einer Behörde geht, dann schon, denn selbst wenn man in Fleisch und Blut vor der netten Beamtin steht… ohne Ausweis glaubt sie einem nicht, dass man auch wirklich die ist, die man vorgibt zu sein. Am komischsten ist es, wenn man einen Ausweis beantragt, denn das Schlüsseldokument zum “Sein” schlechthin ist die Geburtsurkunde. Legt man dieses wertvolle Unikat nicht vor, dann existiert man auch nicht. “Tut uns leid, ohne die Geburtsurkunde haben wir keinen Beleg, dass es sie gibt.” “Aber ich stehe doch hier vor ihnen – mich gibt es!” “Tut uns leid – Vorschrift ist Vorschrift.”

Es klingt Paradox, aber es ist gerechtfertigt, denn nicht ohne Grund muss die Quelle immer angegeben werden, wenn es sich um eine seriöse Information handelt. Stellen wir uns vor, eine Aussage wird vermeintlich dem Quran zugeschrieben, ohne Quellenangabe, und wir nicken sie ab, denn alleine schon die Quelle “Koran” flößt so viel Vertrauen ein, dass niemand auch nur einen Moment zweifelt, dass es vielleicht gar nicht im Quran stehen könnte. Es wäre nicht das erste Mal, dass so etwas geschieht. Aber die detaillierte Quellenangabe in Form von Sure und Ayat gibt uns die Sicherheit… , ja hier ist sich jemand seiner Verantwortung bewusst und zitiert wahrheitsgemäß. Ich kann es nachprüfen. Die Quellenangabe ist ein Beleg für Verantwortung und Seriösität. Und es wahrt Recht und Wahrheit für alle.

Im Alltag gehen wir leider viel zu lax mit diesem Recht um. Wir laden Musik, ziehen Bilder und nutzen Worte anderer als unsere eigenen. Dabei ist der Umgang mit den großen Worte Allahs und Seiner Propheten und Gesandten, doch wie in allen Dingen auch Vorbild und Maßstab für unser alltägliches Leben – und so auch Vorgabe für den Umgang mit dem Recht des kleinen geistigen Eigentums.

Als Emha stolpere ich im Netz manchmal über mein eigenes Bild und bin erstaunt, wer sich da als mich so alles ausgibt. Denn in den wenigsten Fällen wird die Quelle meines Abbilds angegeben. Dabei ist es nur eine kleine Information, um Recht und Wahrheit zu wahren. Wenn ich also die Emha-Bilder in den nächsten Tagen als gesammeltes Album in facebook lade inschallah, dann sind sie für Euch! Ihr könnt sie teilen, versenden, ausdrucken, ausmalen und aufhängen. Freut Euch daran, so wie ich mich freue, wenn ich sie zeichne. Aber als Ausdruck von Seriösität und Respekt, vergesst nicht Emhas Geburtsurkunde … http://www.muslimehelfen.org/kategorien/emha

Dann weiß ich, dass ich ich bin, wenn ich das nächste Mal über mein Abbild stolpere… 🙂 und es besteht die kleine Möglichkeit, dass die Bilder auch weiterhin Fürsprecher für die Bedürftigen sind. Denn Emha und ihre Bilder gibt es nur aus diesem Grund: “Sie rufen um Hilfe”

Danke

wa salam

Eure Emha

P.S. übrigens verwendet musilmehelfen auch “Geburtsurkunden” für die Projekte. Denn jedes Projekt hat eine Codierung und jedes Bild, jedes Zitat und jeder EURO kann damit eindeutig identifiziert werden. Achtet mal darauf, wenn Ihr auf den Projektseiten surft oder in der mh-zeitung blättert.

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Über den Autor/en

Emha

Geboren 1985, als Schwester Emha spickt sie ihren Kollegen über die Schulter, erklärt Kompliziertes und Aktuelles aus dem Büroleben und wenn Unterhaltung ansteht, dann ist Emha ganz vorne mit dabei.



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