Wissen&Tun

Veröffentlicht am 3. Juni 2015 | by Soufian

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Schlechte Gewohnheiten im Ramadan

Ein altes Sprichwort besagt:

“Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden zu Worten. Achte auf Deine Worte, denn sie werden zu Handlungen. Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden zu Gewohnheiten. Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter. Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.”

Wir machen natürlich alle Fehler und sind keine Engel. Besonders problematisch ist es jedoch, wenn diese Fehler ein wiederkehrendes Muster bilden. Ich will hier keine Moralpredigt über die Folgen einer Sucht halten, Dich darüber voll schwafeln wie sehr man damit Nichtraucher und Kinder beeinträchtigt, Dir von Schicksalen erzählen, wie Familienväter an Lungenkrebs verstorben sind. Meine Güte, es steht sogar auf den Packungen. Ich will Dir auch nicht vorhalten, dass dies ja Geldverschwendung ist und man das Geld ja lieber spenden sollte. Das ist allgemein bekannt.

Ich will eine andere Perspektive mit Dir teilen:

Ich weiß es ist nicht einfach mit bestimmten Dingen aufzuhören und die beste Art aufzuhören ist wohl erst gar nicht damit anzufangen. So blieb ich beispielsweise vom Rauchen verschont. Hab nie damit angefangen und ich bin Allah dafür sehr dankbar, dass Er mich davor bewahrt hat.

Shisha dampfen? Mag zwar derzeit trendy sein, aber ich passe. Ist dasselbe in Grün. Ich will mit sowas nicht anfangen.

Nun steht ja Ramadan bevor. Ich kenne viele Raucher, die sich tagsüber zusammenreissen und um des Fasten willens auf die Zigarette verzichten. Das ist gut und begrüßenswert. Bitter ist es jedoch, dass nach Sonnenuntergang oder morgens nach dem Aufstehen direkt eine Zigarette angezündet wird. Ähnlich wie jemand, der auf dem Weg zur Moschee oder direkt nach dem Tarawih-Gebet raucht. Ich bin nicht hier um zu urteilen, aber das passt einfach nicht zusammen und ich kann mir nicht vorstellen, dass der Raucher selbst dieses Gefühl des unmittelbaren Widerspruchs nicht verspürt.

Ramadan wird auch gerne als “Monat der Erziehung” bezeichnet. Tagsüber schaffen es ja viele auf ihre Sucht zu verzichten und die Nächte bestehen nur aus sehr wenigen Stunden. Nutze diese Gelegenheit. Ich glaube, dass Deine Willenskraft stark genug ist um auch die paar weiteren Stunden durchzuhalten. Du hast es in der Hand. Es ist Deine Entscheidung.

Möge Allah Dir dabei helfen nicht nur den kompletten Ramadan auf das Rauchen zu verzichten, sondern Dich auch darüber hinaus davon zu befreien und diese schlechte Gewohnheit mit guten gesunden Gewohnheiten für Deinen Körper und Deine Seele zu ersetzen.

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Über den Autor/en

Soufian

86er Baujahr, Social Media Fuchs mit juristischem Background, marokkanischen Wurzeln und einer starken Bindung zur Moschee. Im Community Management von muslimehelfen tätig und bietet zwischen Fans und Followern Einblicke in die Gedankenwelt eines Admins.



2 Kommentare zu Schlechte Gewohnheiten im Ramadan

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