Wissen&Tun Ramadan

Veröffentlicht am 26. April 2016 | by Soufian

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Das Ablegen von schlechten Gewohnheiten

Gemäß eines alten Sprichworts empfiehlt es sich auf unsere Gedanken zu achten, da diese sich zu Worten weiterentwickeln, die wiederum zu Taten werden, welche in ihrer Häufigkeit nach und nach zu Gewohnheiten heranwachsen. Diese Gewohnheiten bilden die Charakterzüge eines Menschen und damit schließlich die Grundlage für sein Schicksal. Sei es im Guten oder im Schlechten.

Das wir uns zu schlechten Taten hinreissen lassen, liegt in der Schwäche des Menschen. So sind wir naturgemäßig nachlässig und brauchen immer wieder einen kleinen Schubser in die richtige Richtung.

Rechtleitung, Erinnerung, Schutz und Vergebung, wie wir es im täglichen Gebet oder im Ramadan finden.

Der Knackpunkt ist die Regelmäßigkeit.

So sind Sünden besonders problematisch, wenn diese ein wiederkehrendes Muster bilden und zu einem Teil unserer Persönlichkeit werden. Die Sünden haften uns an und können sogar bestimmen, was für ein Mensch wir letztenendes vor unserem Schöpfer sind.

Die Folgen und Schäden der verschiedensten Süchte sind Dir zweifelsohne bekannt. Bei Zigaretten steht dies sogar auf den Packungen. Du weißt, dass Du Dir selbst und Deinen Mitmenschen damit schadest. Du würdest auch lieber etwas sinnvolles mit dem Geld machen, statt es zu verbrennen. Besonders im Ramadan, würdest Du das Geld lieber spenden. Du hast vielleicht sogar in Deiner eigenen Familie harte Schicksalsschläge erlebt und Angehörige wegen Lungenkrebs verloren. Diese Vorfälle haben Dich nachdenklich gestimmt.

Im tiefsten Innern verabscheust Du das Rauchen. Schämst Dich dafür. Du willst Dich davon befreien, aber es hat bisher einfach noch der letzte Funke dafür gefehlt.

Dieser Funke kann Ramadan sein.

So gibt es viele rauchende Muslime, die sich tagsüber zusammenreissen und um des Fasten willens auf die Zigarette verzichten. Das ist gut und begrüßenswert. Es ist ein Anfang. Es bleibt jedoch bitter, dass diese Muslime zum Iftar oder zu Suhoor direkt zur Zigarette greifen. Bei manchen sogar noch vor dem Essen und dem Gebet. Ähnlich wie jemand, der auf dem Weg zur Moschee oder direkt nach dem Tarawih-Gebet raucht. Das passt einfach nicht zusammen und wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, dann verspürt jeder rauchende Muslim diesen unmittelbaren Widerspruch.

Natürlich ist es nicht einfach mit solchen Taten aufzuhören und die beste Art aufzuhören ist wohl erst gar nicht damit anzufangen, aber mit Allahs Hilfe kannst Du es schaffen.

Wer es im Ramadan, der auch gerne als “Monat der Erziehung” bezeichnet wird, tagsüber schafft auf seine Sucht zu verzichten, der wird auch die wenigen Stunden der Nacht überstehen. Egal oben es dabei um das Rauchen von Zigaretten, Shisha dampfen oder völlig andere Süchte geht.

Deine Willenskraft ist stark genug. Du hast es in der Hand. Es ist Deine Entscheidung und niemand anderes kann diese Entscheidung für Dich fällen. Es geht auch nicht darum jemanden zu verurteilen. Es geht um Dein Wohl im Diesseits und im Jenseits.

Möge Allah Dir dabei helfen nicht nur den kompletten Ramadan auf das Rauchen zu verzichten, sondern Dich auch darüber hinaus davon zu befreien und diese schlechte Gewohnheit mit guten gesunden Gewohnheiten für Deinen Körper und Deine Seele zu ersetzen.

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Über den Autor/en

Soufian

86er Baujahr, Social Media Fuchs mit juristischem Background, marokkanischen Wurzeln und einer starken Bindung zur Moschee. Im Community Management von muslimehelfen tätig und bietet zwischen Fans und Followern Einblicke in die Gedankenwelt eines Admins.



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