Wissen&Tun

Veröffentlicht am 1. November 2004 | by Emha

0

Radschab 1425 – Chance für glücklichere Zeiten

Liebe Geschwister, assalamu alaikum wa rahmatullahi wa barakatuh!

Der heilige Monat Radschab steht wieder vor der Tür. Dieses Jahr fällt der erste Radschab inschallah (so Gott will) auf den 17.08.2004. Vor gut einem Jahr haben wir bereits über den Radschab und die heiligen Monate (al-Aschhuru l-hurum) berichtet: Allah schenkt uns bestimmte Zeiten, in denen Er unsere guten Taten besonders belohnt; gute Taten, die Not leidende Menschen so sehr brauchen. Allah ermahnt uns auch, dass wir uns auch in den heiligen Monaten kein Unrecht antun (vgl. 9:36). Was das für den Einzelnen heute noch bedeuten kann, haben wir ebenfalls im letzten Jahr berichtet.

Wir haben auch erwähnt, dass die Araber in vorislamischer Zeit in einem Jahr die Heiligkeit des Monats Muharram auf den Monat Safar übertrugen, damit sie im Muharram ihren Stammesfehden nachgehen konnten, um sich im nächsten Jahr im Safar wieder zu bekriegen.

Da der Monat Safar den drei heiligen Monaten Dhul-Qa’da, Dhul-Hiddscha und Muharram unmittelbar nachfolgt und die Araber in ihm direkt nach Ablauf der heiligen Monate oft wieder aufeinander los gegangen waren, wurde ihm mit der Zeit unheilvolle Bedeutung zugeschrieben. Doch der Prophet Muhammad, Allah segne ihn und schenke ihm Heil (s), wies diesen Aberglauben mit den Worten: „Kein Safar!“ zurück (Sahih Muslim). Denn es ist Allah alleine, der die Schicksale bestimmt und alles lenkt, und nicht ein bestimmter Monat oder eine bestimmte Zeit!

Allahs Gesandter (s) warnte deshalb auch davor, bestimmte Zeiten zu verfluchen, in dem man z.B. den Tag verflucht, an dem man seine Frau oder seinen Geschäftspartner kennen gelernt hat oder die Stunde, in der es geschah, nur weil man gerade ärgerlich ist. Der Prophet (s) sagte sinngemäß: „Verflucht nicht die Zeit, denn Allah ist ja die Zeit: Er wechselt zwischen Nacht und Tag“ (Sahih Muslim). Es ist Allah, der die Nacht in den Tag übergehen lässt und den Tag in die Nacht, Er ist der Herr der Zeit und all der Dinge, die sich in ihr abspielen.

In der vorislamischen Zeit haben die Menschen nicht einfach so daran geglaubt, dass der Monat Safar ihnen Unglück bringt. Sie hatten selbst dazu begetragen, weil sie sich gegenseitig beraubten und töteten. Deshlab durchlebten sie danach dann schwere Zeiten.

Liebe Geschwister, Allah schenkt uns besonders segensreiche Zeiten, wie die heiligen Monate, den Ramadan, die Lailatul Qadr und viele andere, die wir nutzen sollten, um Ihm aufs Beste zu dienen. Wenn wir das tun und Seine Gesetze achten, dann wird Er uns auch beistehen und uns glücklichere Zeiten schenken, inschallah.

Denn Allah sagt im Koran: „Allah ändert ja nicht, was mit einem Volk ist, bis sie ändern, was mit ihnen selbst ist“ (13:11).

Strengen wir uns also an, nutzen wir uns diese segensreiche Zeit, auch indem wir spenden, uns als Ansar engagieren, als ehrenamtliche Helfer und vieles mehr, damit Allah uns selbst, aber nicht zuletzt auch den Not leidenden Menschen weltweit wieder glücklichere Zeiten gewährt. Amin.

Und Allah weiß es am besten, und mit Allah ist der Erfolg.

Schlagwörter: , , , , , , , , ,


Über den Autor/en

Emha

Geboren 1985, als Schwester Emha spickt sie ihren Kollegen über die Schulter, erklärt Kompliziertes und Aktuelles aus dem Büroleben und wenn Unterhaltung ansteht, dann ist Emha ganz vorne mit dabei.



Kommentare sind geschlossen.

Back to Top ↑
  • muslimehelfen Aktion

  • Fans

  • Neu

  • Autoren


    mh-Redaktion

    Nadya

    Dua

    Soufian