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Veröffentlicht am 18. Dezember 2011 | by mh-Redaktion

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Propheten – Ist das ein Wunder?


M’udschiza (Wunder) ist vom Begriff „‘adschz“ abgeleitet, das der Gegensatz (das Antonym) von kudrah („Fähigkeit, Kraft und Macht“) ist und „etwas, das einen in Unfähigkeit versetzt; eine Sache, wogegen man machtlos ist; etwas, dass die menschlichen Fähigkeiten übersteigt“ bedeutet.

Im Koran werden häufig die Begriffe „ayah, ayaat, bayyina, daliil und dalaa’il“ in der Bedeutung von m’udschiza gebraucht. Ayah besitzt wiederum die Bedeutung von „ein Hinweis, das eindeutig ist; ein Beleg, der etwas beweist; ein Zeichen“. So kann man m’udschiza allgemein im Sinne von Beleg und Beweis und als „eine göttliche Nachricht“ verstehen.

Wunder sind demnach im koranischen Verständnis die göttliche Bestätigung für Personen, die den Anspruch erheben Gottes Propheten und Gesandte zu sein.

Damit ist ein Gesandter Gottes in der Lage die Wahrheit seines Anspruchs zu belegen.

Allah, der Erhabene, vollbringt Wunder, indem Er Seine „Naturgesetze“ aufhebt. Ein Wunder Gottes ist ein überragendes Ereignis. Die Menschen sind nicht in der Lage sind, etwas Gleiches oder Gleichartiges hervorzubringen. Die, die den Anspruch der Prophetenschaft leugnen, begreifen somit ihre eigene Machtlosigkeit gegenüber der Allmacht Gottes.

Wunder haben im islamischen Zusammenhang somit zwei wesentliche Hauptziele:

1. Der Anspruch der Prophetenschaft wird durch Gott bestätigt

2. Die Leugner werden herausgefordert etwas Gleiches zu tun

Der Koran erwähnt immer wieder Ereignisse, in denen Gott Seine Propheten (a.s.) mit Wundern stützt und bestätigt:

* Ibrahim (a.s.) wird nicht verbrannt, als er durch die Glaubensverweigerer ins Feuer geworfen wird.

* Der Stab von Musa (a.s.) wird zu einer Schlange und verschlingt die falschen Schlangen der Magier, die Pharao aufbietet.

* Isa (a.s.) formt Vögel aus Ton, die dann mit Gottes Befehl lebendig werden.

All diese Wunder versetzen die Menschen in Staunen und die Leugner sind unfähig etwas Gleiches hervorzubringen.

Ähnlich verhält es mit dem letzten Gesandten Gottes:

Auch an seine Prophetenschaft glaubten zunächst nur sehr wenige. Das Wunder, mit dem Allah Seinen abschließenden Gesandten unterstützte, ist der Koran, die Rede Gottes. Das besondere an diesem Wunder wiederum ist es, dass der Koran nicht nur ein Zeichen für die Menschen zur Zeit Muhammads (s) war, sondern für alle Menschen bis in alle Ewigkeit sein wird!

Und auch die Aufforderung gegenüber den Leugnern etwas Gleiches hervorzubringen, ergeht: „Oder sagen sie: „Er hat ihn ersonnen“ Sag: Dann bringt doch zehn ersonnene SÅ«ren bei, die ihm gleich sind, und ruft an, wen ihr könnt, außer Allah, wenn ihr wahrhaftig seid.“ (Koran 11:13 ; siehe auch 2:63; 10:38 u.a.)

Der Koran bestätigt die Prophetenschaft Muhammads (s). Wer sich mit dem Koran beschäftigt, der wird erkennen, dass kein Mensch in der Lage ist so etwas hervorzbringen – auch nicht Muhammad (s).

Wahrscheinlich ist diese Argumentation sogar für viele unvoreingenommene Nichtmuslime nachvollziehbar.

Die „unangenehme“ Frage für jeden für uns persönlich aber bleibt: Wie kann jemand etwas – auch als „Muslim“- bezeugen, das man weder liest, noch versteht?

RüsŸtü Aslandur, muslimehelfen

 

Weitere Gedanken zu den Propheten gibt es hier

Die Texte sind erschienen im Rahmen des Bloggerprojekts “Propheten ganz nah”.

Alle 25 Propheten sind das Thema der Rückseite des muslimehelfen Wandkalenders 2012

 

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Über den Autor/en

mh-Redaktion

Die Redaktion von muslimehelfen berichtet regelmäßig über die Arbeit von muslimehelfen. Informationen zu den Projekten und Kampagnen, aber auch Wissen & Tun Artikel werden im Namen der mh-Redaktion verfasst.



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