Emha

Veröffentlicht am 28. Juni 2014 | by Dua

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Ramadan, muslimehelfen, Iftar, Datteln, Allah, Islam, fasten

Mein erster Ramadan

Nach einer intensiven Recherche habe ich mich vor ca. 4 Jahren endlich dazu entschlossen, zum Islam zu konvertieren. Das war kurz vor Ramadan. Nun stand der Fastenmonat schon bevor, aber wie sollte ich das nur schaffen? Ich hatte mir noch nie Gedanken darüber machen müssen und jetzt sah die Welt ganz anders aus. Plötzlich fing ich an, an mir selbst zu zweifeln. Es wird heiß sein, ich muss früh aufstehen, kann nichts essen, nichts trinken und muss dann auch noch jeden Tag arbeiten. Die Freunde und Bekannte in meinem Umfeld hatten ganz unterschiedliche Ansichten, von „Das ist total ungesund.“ bis „Maschallah, Schwester, ich bin stolz auf Dich“ war alles dabei. Ich wollte natürlich alles richtig machen und jeden Tag fasten. Zu dem Zeitpunkt war ich nicht wirklich davon überzeugt, dass ich es schaffen kann.

Als es soweit war und der erste Tag im Ramadan bevorstand, war ich total aufgeregt. Das Unglaubliche daran war, dass es mir unfassbar leicht fiel. Alhamdullilah. Damit hatte ich nicht gerechnet. In diesem Moment hatte ich begriffen, dass Allah (swt) für uns keine Erschwernis möchte, sondern im Gegenteil, Erleichterung. Ich kann mich noch gut erinnern, ich war total motiviert, hatte mir eine Checkliste aus dem Internet ausgedruckt und fleißig Tag für Tag abgehakt. Irgendwie kitschig, oder? Der erste Tag im Ramadan war für mich ein wenig gewöhnungsbedürftig, da so gut wie keiner in meinem näheren Umfeld gefastet hatte. Leichte Kopfschmerzen hatte ich auch, da ich davor nicht ausreichend getrunken hatte. Dazu kann ich nur sagen, selbst Schuld.

Der Tag ging ziemlich schnell vorbei und schon war Iftar. Leute, ich kann euch sagen, die letzten Minuten vor dem Fastenbrechen im Ramadan fühlten sich an wie Stunden. Das Essen stand schon bereit und duftete total lecker. Das Glas Mineralwasser sah so köstlich aus, wie noch nie zuvor. Endlich durfte ich das Fasten brechen. Ich hatte schnell zum Wasser gegriffen und getrunken, was das Zeug hält. Damals mochte ich weder Datteln noch Milch. Heute kann ich mir Ramadan ohne in keiner Weise vorstellen. Obwohl ich dachte, ich hatte den Hunger meines Lebens, war ich schon nach wenigen Bissen total satt. Ich kann wirklich nur Gutes berichten und habe selbst meinen ersten Ramadan als sehr schön und lehrreich empfunden. Ich freue mich jedes Jahr auf´s Neue darauf.

Auch wenn es in eurer Vorstellung absolut unmöglich erscheint, in der Realität ist es definitiv machbar. Liebe Geschwister, ich bin mir sicher, dass ihr den Fastenmonat gut meistern werdet, inschallah.

Was waren Deine ersten Erfahrungen?

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Über den Autor/en

Dua

hat die 90er miterlebt, ist in einem Großstadt-Dschungel zu Haus und gewährt Einblicke in den Alltag einer Service Center Leitung bei muslimehelfen.



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