Emha muslimehelfen Winterhilfe

Veröffentlicht am 24. November 2014 | by mh-Redaktion

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Helfer in Schwierigkeiten

Wer sich in humanitärer Arbeit engagiert, muss sich darüber im Klaren sein, dass das kein Kinderspiel wird. Gerade bei den Winterhilfe-Projekten ist man stark vom Wetter abhängig. Wir können zwar mittlerweile das Wetter ziemlich genau vorherbestimmen. Aber Allah zeigt uns hin und wieder doch, dass Er am längeren Hebel sitzt.

Spontane Planänderung

Am 14. Februar 2013 hat es in der Provinz Khyber Pakhtunkhwa im Norden Pakistans geregnet. Das kann Dir jetzt natürlich egal sein. Für die Mitarbeiter der Schunaizia Relief & Development Organization stellte das aber ein Problem dar. Sie waren gerade dabei ein Winterhilfe-Projekt für muslimehelfen umzusetzen. Der plötzliche Wetterwechsel erforderte eine spontane Planänderung: Die Umsetzung des Projektes musste strategisch überdacht werden. Die Winterhilfe konnte dann aber doch durchgeführt werden. Es hat halt nur etwas länger gedauert.

Eine Fahrt durchs Land

Nicht immer, eigentlich eher selten, leben die Hilfsbedürftigen direkt vor der Haustür unserer Partnerorganisationen. Um Hilfe leisten zu können ist also eine Reise erforderlich. Kiloweise Hilfsgüter lassen sich aber nur schwer im Zug transportieren. Es geht dann im Transporter oder LKW zu den Bedürftigen. Mitarbeiter der Vizion O.J.F. sind im Winter 2012 von Tirana aus 14! Stunden lang nach Kala e Dodes gefahren, einer Kommune in den Bergen. Und das im Winter, im Schnee. Sicher, die Landschaft war wohl atemberaubend; sie haben ihr Land im Schnee gesehen. Aber man braucht schon Sitzfleisch und Geduld. Denn …

Steine in den Weg gelegt

… Gerade in den Bergen sind viele Straßen nicht gepflastert. An den Seiten führen Abhänge metertief in den Abgrund. Wenn Schnee liegt, kann die Straße leicht rutschig werden, vor allem wenn es bergab geht. Da hilft es auch nicht, wenn es nicht geschneit hat. Geröll liegt wie ein Teppich auf den Straßen. Den Helfern werden also im wahrsten Sinn des Wortes Steine in den Weg gelegt.

Mit Schneeketten und Hilfe der Armee

In stark eingeschneiten oder generell schwer zugänglichen Gegenden braucht es besondere Fahrzeuge, um die schwere Last sicher an den Ort ihrer Bestimmung zu bekommen. Im Winter 2012 brauchten Mitarbeiter der Vizion O.J.F. und ihre Helfer Unterstützung von der albanischen Armee. Mit Transportfahrzeugen und Schneeketten hatten sie sich auf den Weg gemacht, die Hilfspakete in die Berge zu fahren.

Wenn Helfer Hilfe brauchen

Menschen, die wenig oder nichts haben, sind meist hilfsbereiter als andere. Denn sie wissen, was Not ist. Als Mitarbeiter der Vizion O.J.F. im Winter 2012 kurz vor den Dörfern der Kommune Kala e Dodes angekommen waren, gab es für sie kein Weiterkommen mehr. Es war der schwerste Winter in der Region seit zwanzig Jahren. Draußen herrschten Temperaturen von bis zu minus 29 °C. Der Schnee lag stellenweise 3 m hoch. Für die Bergdörfer, zu denen unsere Partner hin unterwegs waren, war sogar der Notstand ausgerufen worden. Kurz vorm Ziel angelangt, wurde ausgeladen. Das angelieferte Holz wurde an einem Sammelplatz ausgelegt und die Familien kamen z.T. mit ihren Eseln, um es durch den tiefen Schnee nach Hause zu schleppen. Damit war das Projekt umgesetzt. Doch mit Abschluss des Projektes hatte es erneut geschneit. Es herrschte Lawinengefahr. Die Helfer waren gezwungen in den Dörfern zu bleiben, bis das Wetter sich gebessert hatte. Sie wurden gastfreundlich aufgenommen bei denen, denen sie eigentlich zur Hilfe geeilt waren, und reisten erst am Folgetag zurück nach Tirana.

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Über den Autor/en

mh-Redaktion

Die Redaktion von muslimehelfen berichtet regelmäßig über die Arbeit von muslimehelfen. Informationen zu den Projekten und Kampagnen, aber auch Wissen & Tun Artikel werden im Namen der mh-Redaktion verfasst.



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