Stilleben Ramadan, Hunger, Iftar, Suhur, Tarawih, muslimehelfen

Veröffentlicht am 2. Juni 2015 | by Nadya

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Gesund durch den Ramadan


Viele denken bei dem Wort „Ramadan“ unweigerlich an Essen. Die einen verbinden ihn mit den 3 Vs: Völlerei, Verstopfung, Völlegefühl. Andere erfahren eine Zeit voller Segen, innerer Ruhe und Zufriedenheit. Wie dieser Ramadan für uns wird, entscheiden wir selbst. Hier sind ein paar Tipps zusammengefasst:

Prophet Muhammed (s) hat es uns vorgemacht: Wir essen nicht, bis wir Magenschmerzen haben und denken unser Kind will gleich geboren werden, sondern: Ein Drittel Essen, ein Drittel Wasser und ein Drittel Luft.

Iftar
Nach über 16 Stunden Fasten sind wir erschöpft, unglaublich müde und einige von uns ein bisschen dehydriert. Was wir jetzt brauchen, ist ein Energieschub:

•    Ein, zwei Datteln, ein Glas Wasser, beten
Du hast nicht mehr das Gefühl vor Hunger gleich in Ohnmacht zu fallen, der Zucker in den Datteln gibt Dir Energie und Du kannst Dich auf Dein Gebet konzentrieren. Vielleicht schaffst Du noch ein freiwilliges Gebet und Dua vor dem Essen.

Nach dem Pflichtgebet können wir uns der eigentlichen Mahlzeit zuwenden. Wichtig ist, dass wir nicht alles herunterschlingen, was vor uns liegt, sondern normal und nicht zu viel essen. Alles andere raubt uns sonst nur die Konzentration für das Nachtgebet:

•    Ein gesunder Mix aus Ballaststoffen, Eiweiß, Kohlenhydraten und Fetten
Mageres Fleisch, Fisch, Gemüse, Linsen, Vollkorn- und Milchprodukte, Eier, Obst und vor allem Wasser bieten uns die wichtigen Nährstoffe, die wir brauchen. Versuch so vielfältig wie möglich zu essen. Wenn Du keinen Hunger mehr spürst, hör auf.

Wenn Du nach dem Nachtgebet oder dem Tarawih-Gebet wieder ein wenig Hunger hast, gönn dir ruhig einen kleinen Imbiss.

Suhur
Das Suhur sollte eine leichte Mahlzeit sein, die Dir möglichst lange Energie liefert, ohne stundenlang schwer im Magen zu liegen.

•    Wasser, Wasser, Wasser
Versuch mindestens zwei Gläser Wasser zu trinken; keinen Saft oder Limonade, denn der darin enthaltene Zucker entzieht Deinem Körper nur wieder Wasser. Das merkst Du schon daran, dass Du nach kurzer Zeit wieder Durst hast.

•    Ballaststoffe liefern Energie: Vollkorn, Beeren, Gemüse und ja! Haferbrei
Egal ob Du Dir ein Müsli mit Nüssen, Obst und Joghurt machst oder einen Vollkorn-Wrap mit Ei, Spinat, Feta und Tomaten, lass Dein Suhur genauso abwechslungsreich sein, wie Dein Iftar. Wenn Du morgens nichts essen magst, mach Dir doch einen Smoothie oder eine kalte Suppe.

Schlussendlich dient der Ramadan dazu, dass wir an unserer Beziehung zu Allah, uns selbst und unseren Mitmenschen schrauben. In diesem Sinne wünsche ich Dir einen gesunden und ausgewogenen Ramadan voller Segen. Möge Allah ihn von uns annehmen und ihn uns leicht machen.

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Über den Autor/en

Nadya

ist Ägyptologin, war im Fundraising und ist jetzt für Projektadministration zuständig, interessiert sich für Menschen und Kulturen, Sprachen und Geschichte. Sie beobachtet gerne ihre Umwelt und versucht das Geschehen um sie herum von einem anderen Standpunkt aus zu sehen.



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