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Veröffentlicht am 6. Juli 2018 | by mh-Redaktion

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Von außen ist der Fortschritt der Bauarbeiten am neuen Ambulanzgebäude der Tawfiq Klinik gut zu sehen.

Eine Klinik wächst

Kenia liegt in Ostafrika und ist seit 1963 unabhängig von Großbritannien. Das Land grenzt im Südosten an den indischen Ozean. Nachbarländer sind unter anderem der Südsudan, Somalia und Uganda. Nairobi ist die Hauptstadt und auch gleichzeitig die größte Stadt des Landes.

Kenia ist größtenteils christlich geprägt. Ein kleiner Teil der Bevölkerung wird den traditionell afrikanischen Religionen zugeordnet. In der Küstenregion leben die meisten muslimischen Kenianer, die etwa 11Prozent der Bevölkerung ausmachen.

An der Küste des Indischen Ozeans liegt die zweite Millionenstadt Kenias, Mombasa. Etwa 125km nördlich davon liegt Malindi. Die Bewohner der Region leben neben dem Tourismus hauptsächlich von der Fischerei. Aber auch vom Handel und der Baumwoll- und Sisalverarbeitung.

Seit 2010 unterstützt muslimehelfen die Tawfiq Klinik in Malindi immer wieder bei größeren Anschaffungen. So hat die Klinik in 2013 ein neues Röntgengerät erhalten und in 2015 wurde die Anschaffung eines Krankenwagens finanziert.

Der Innnenausbau schreitet gut vorran.

Im Einzugsgebiet der Tawfiq Klinik leben 36.000 Menschen. Es gibt aber auch Patienten, die bis zu 50km Anreise auf sich nehmen, um sich in der Klinik behandeln zu lassen. Denn die nächste Klinik ist in Mombasa. Es hat sich herumgesprochen, dass sich Patienten, die bedürftig sind, in der Tawfiq Klinik kostenlos behandeln lassen können. Somit ist auch den Schwachen der Gesellschaft eine medizinische Behandlung möglich. In Kenia gibt es keine gesetzliche Krankenversicherung. Nur 20 Prozent aller Kenianer sind überhaupt krankenversichert.

2015 wurde mit den Arbeiten für ein Ambulanzgebäude an der Tawfiq Klinik begonnen. Dieses soll inschallah Mitte 2018 fertiggestellt werden. Für die Fertigstellung wurde im Dezember 2017 eine erste Rate von 130.000 € zur Verfügung gestellt. Die zweite Rate wurde im April 2018 mit 127,747 € überwiesen. muslimehelfen hat mit diesen Geldern die Fertigstellung des Erdgeschosses und des ersten Stocks finanziert. Auch ein Fahrstuhl soll eingebaut werden. Die Fertigstellung der weiteren Stockwerke wurden von anderen Organisationen finanziert.

Das Ambulanzgebäude soll inschallah im Erdgeschoss eine Apotheke und Räumlichkeiten zur Blutabnahme bekommen. Außerdem soll es einen Gipsraum und einen Bereich für Triage (Einstufung der Verletzungen/Krankheitsbild des Patienten, um ihn in die richtige Abteilung zu überführen) geben. Zudem sind Behandlungs- und Untersuchungszimmer geplant.

Die Notaufnahme der Tawfiq Klinik von außen.

Der erste Stock soll unter anderem über eine pädiatrische Abteilung, eine Wöchnerinnenabteilung mit Schwangerenberatung und Geburtsvorbereitung und eine gynäkologische Abteilung verfügen. Außerdem sind Räumlichkeiten für zahnmedizinische und  augenmedizinische Behandlungen geplant, sowie ein Raum, für physiotherapeutische Behandlungen.

Die Arbeiten zur Fertigstellung haben im Dezember 2017 begonnen und schreiten gut voran. Die geplanten Gesamtkosten sind leicht gestiegen, da kleinere Veränderungen auf den Fluren, im vierten Stockwerk und zwei zusätzliche Ärztezimmer für die Nachtschichten gebaut werden. In Gesprächen mit den Partnern wurde auch bereits die Ausstattung der Räume angesprochen, denn auch diese müssen noch finanziert werden.

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Im Jahr 2016 wurde die neue Notaufnahme der Tawfiq Klinik eröffnet. Dank der muslimehelfen Spender konnte die Notaufnahme bei der Anschaffung  zahlreicher Utensilien und der Ausstattung unterstützt werden. Die Liste der neuen Anschaffungen war lang. Unter anderem wurden Infusionsständer, Beatmungsbeutel und Blutdruckmessgeräte, aber auch Behandlungswagen, Stethoskope und Untersuchungsliegen angeschafft.

Einer der ersten Patienten, die 2016 in der Notaufnahme behandelt wurden, war der damals 11-jährige Abdullah. Er war beim Schlafen aus dem Bett gefallen und hatte sich am Kopf verletzt. Zur Behandlung brachte man ihn in die Notaufnahme der Tawfiq Klinik. Seine Wunde musste genäht werden. Er hat zudem noch eine Tetanusspritze und Medikamente bekommen.

Abdullah nach seiner Behandlung in der Notaufnahme der Tawfiq Klinik.


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mh-Redaktion

Die Redaktion von muslimehelfen berichtet regelmäßig über die Arbeit von muslimehelfen. Informationen zu den Projekten und Kampagnen, aber auch Wissen & Tun Artikel werden im Namen der mh-Redaktion verfasst.



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