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Veröffentlicht am 2. Mai 2012 | by Ercihan

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Die geehrten Ehefrauen des Propheten Muhammad (s): Vorbilder für Freigiebigkeit und Wohltätigkeit

Der Prophet ist den Gläubigen näher als sie sich selbst, und seine Gattinnen sind ihre Mütter…“ (Sura Al-Ahzab (33), Vers 6)

Der Prophet Muhammad (s) war nach dem Tode seiner Ehefrau Khadidscha (r.a) mit mehreren Ehefrauen verheiratet. Das ist nichts Ungewöhnliches, da dies auch die Praxis der früheren Propheten (a.s.) vor ihm war und zudem eine Normalität in der Zeit, in der er (s) lebte.

Die Gattinnen der Propheten Muhammad (s) sind die (geistigen) Mütter der Gläubigen, wie uns Allah im obigen Koranvers mitteilt. Somit ehren und respektieren wir jede einzelne von ihnen.

Für uns Muslime sind die Ehefrauen unseres geliebten Propheten (s) von großer Bedeutung, da sie mit ihrer Lebensweise und beispielhaften Handlungen und durch die Unterrichtung des Propheten (s) für uns allgemein – und im Besonderen für muslimische Schwestern – wichtige gottergebene Vorbilder sind. So lohnt es sich, dass wir sie in ihrem Verhalten bezüglich ihrer Freigiebigkeit studieren.

Natürlich haben alle Ehegattinnen unseres geliebten Propheten Muhammad (s) gespendet und die Bedürftigen unterstützt, dennoch treten drei seiner Ehefrauen diesbezüglich stärker hervor: Khadidscha bint Huwailid, Aischa bint Abu Bakr und Zainab bint Dschahsch, möge Allah mit ihnen zufrieden sein.

Khadidscha bint Huwailid

Khadidscha (r.a.), die eine wohlhabende Kauffrau war, lebte bis zu ihrem Tod 25 Jahre lang als die einzige Ehefrau des Propheten (s) an der Seite ihres Ehemannes. Sie war schon vor dem Islam ein äußerst mitfühlender, höflicher und freigiebiger Mensch. Die Milchmutter unseres Propheten (s), Halima, bat ihn einmal vor seiner Gesandtschaft um Hilfe, da sie und ihre Familie durch eine Dürre in Not geraten waren. Auf ihre Bitte hin und auf die Nachfrage ihres Ehemannes schenkte Khadischa Halima zig Schafe und ein Kamel. Khadidscha spendete in der harten Zeit der Prophetenschaft ihres Mannes all ihr Hab und Gut auf dem Wege Allahs.

Auch deshalb bemerkte der Prophet (s): „Ich schwöre bei Allah, mir ist keine bessere Frau als Khadidscha gegeben worden…“

Aischa bint Abu Bakr

Die Mütter der Gläubigen, Aischa (r.a.), kam schon als junge Frau in das Haus des Propheten (s) und genoss deshalb die prophetische Erziehung durch den Gesandten Allahs (s). Neben ihrem scharfen Verstand und tiefen Verständnis für die Religion war sie für ihre große Freigiebigkeit bekannt. Sie teilte ihr Essen mit den Bedürftigen in Zeiten, in denen sie selbst kaum etwas zu Essen besaß, und ließ sonst kaum eine Gelegenheit für eine Spende aus. Verschwendung lehnte sie ab, und sie war bereit, sehr genügsam zu leben.

In der Zeit der Khalifen Abu Bakr und Omar wurde aus den Einkünften von Khaibar auch den Frauen des Propheten Muhammad (s) Naturalien bzw. ein bestimmter Geldbetrag für deren Versorgung zugeteilt. Aischa (r.a.) gab aber ihren Anteil an die Bedürftigen und Armen weiter. Als ihr eines Tages Abdullah bin Zubair 100.000 Dirham schickte, verteilte sie die ganze Summe bis zum Abend an die Armen. Sie nahm Waisenkinder bei sich auf, erzog sie und verheiratete sie, wenn sie das Heiratsalter erreichten. Zudem liebte sie es, Sklaven zu ihrer Freiheit zu verhelfen. Es wird überliefert, dass sie das Geld für den Freikauf von insgesamt 62 Menschen bereitgestellt hat.

Zainab bint Dschahsch

Wahrscheinlich kam aber Zainab bint Dschahsch (r.a.) unter den Ehefrauen des Propheten (s) dem Gesandten Allahs (s) in seiner Eigenschaft des Spendens und der Freigiebigkeit am nächsten. Selbst Aischa (r.a.) sagte über sie: „Ich kenne keine andere Frau, die wie Zainab so viel gute Taten vollbringt, Spenden gibt, die Verwandtschaftsbande pflegt und Handlungen vollbringt, die einen Allah näher bringen…“

Bereits vor ihrem Übertritt zum Islam war Zainab (r.a.) als „Ummu’l Masakiin“, also „Mutter der Bedürftigen“ bekannt. Nachdem Allah sie mit dem Islam beehrte, erlangte ihre Mildtätigkeit eine Steigerung. Da sie im Handwerk der Gerberei bewandert war, gerbte sie Tierhäute, bearbeitete diese und fertigte daraus Kleidung an. Die Einnahmen aus dem Verkauf der Kleidung verwendete sie aber nicht für sich selbst, sondern spendete sie den Armen und Bedürftigen. Als sie verstarb, ließ sie keinen einzigen Dinar zurück, weil sie all ihren Besitz zuvor gespendet hatte.

Der Prophet (s) teilte seinen Ehefrauen, bevor er (s) verstarb, folgendes mit: „Diejenige unter euch, die den längsten Arm besitzt, wird mir als nächstes folgen.“ Seine Ehefrauen verstanden seine Aussagen wörtlich und verglichen deswegen die Länge ihrer Arme. Aber es war die klein gewachsene Zainab bint Dschahschs, die als erste der Ehefrauen nach dem Tode des Propheten (s) verstarb. Denn der Prophet (s) hatte seine Aussage im übertragenen Sinne gemeint. Er (s) wollte damit nämlich auf die Freigiebigkeit und die Spendenbereitschaft von Zainab (s) hinweisen.

Tatsächlich kam in Sachen Freigiebigkeit kaum jemand Zainab bint Dschahsch gleich, denn sie stellte praktisch die lebendige Verkörperung der Worte Allahs des folgenden Koranverses dar:

Und sie geben Speisen, aus Liebe zu Ihm, dem Armen und der Waise und dem Gefangenen: ‘Wir geben euch Speise um des Antlitzes Allahs willen, wir möchten von euch kein Vergelten und keinen Dank, Wir fürchten von unserem Herrn einen Tag von Sorgen, äußerst schwer’“ (Sura al-Insan (76), Verse 8-10)

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