Stilleben Würde des Menschen, Frieden, Ramadan, muslimehelfen

Veröffentlicht am 19. Juni 2013 | by Nadya

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Die Würde des Menschen


Im deutschen Grundgesetz heißt es gleich zu Beginn: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Dass man das erst schriftlich festhalten muss, ist eine Sache. Aber dass es Orte gibt, an denen der Mensch nichts zählt, das Leben auch nicht, ist unvorstellbar. Aber leider wahr.

Der Mensch ist schwierig, sein Urteil subjektiv. Wie viel Leid müssen einige von uns noch ertragen, bis die große, träge Masse ihnen hilft?

Manchmal denke ich an Rom. Brot und Spiele. Rom ist längst untergegangen. Aber was die alten Römer amüsierte, kommt bei uns auch super an.

In Spanien werden die verwahrlosten Behausungen von Zigeunern niedergerissen. In Syrien geht die Regierung gegen sein eigenes Volk vor. Im Irak herrscht Bürgerkrieg. In Myanmar verfolgen buddhistische Mönche die muslimische Minderheit der Rohingya. Viele Krisengebiete werden gar nicht erst genannt: zu weit weg, zu unspektakulär.

Aber was ist mit der Würde des Menschen? Gilt die nur für bestimmte Gruppen? Haben wir uns je von den Vorstellungen verabschiedet, dass Hautfarbe und Herkunft den Wert eines Menschen bestimmen?

Jetzt ist bald wieder Ramadan. Ein Hoffnungsträger. Eine Zeit, in der wenigstens wir Muslime in uns gehen. Wenn sich keiner bewegt, wird sich auch nichts bewegen. Fangen wir an. Gehen wir als Beispiel voran. Die Welt braucht Frieden.

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Über den Autor/en

Nadya

ist Ägyptologin, war im Fundraising und ist jetzt für Projektadministration zuständig, interessiert sich für Menschen und Kulturen, Sprachen und Geschichte. Sie beobachtet gerne ihre Umwelt und versucht das Geschehen um sie herum von einem anderen Standpunkt aus zu sehen.



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