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Veröffentlicht am 13. Oktober 2010 | by Emha

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Koran, Allah, Glaube, Hidschra, Muharram, Kalender, Mekka, Medina, Prophet, Buchari

Beginn des Jahres nach dem islamischen Kalender

LIEBE GESCHWISTER, as-Salamu alaikum wa Rahmatu Llahi wa Barakatuh!

Mit dem ersten Muharram beginnt das neue islamische Hidschra-Jahr. Der Monat Muharram ist einer der Heiligen Monate und der einzige mit der Bezeichnung „Allahs Monat Muharram“. Und als solcher zeichnet er sich durch einige Merkmale aus, über die wir bereits im letzten Jahr berichteten.

Vor mehr als 1400 Mondjahren also wanderte der Prophet Muhammad, Allah segne ihn und schenke ihm Heil (s), von Mekka nach Medina aus; dieses Ereignis markierte später den Beginn der islamischen Zeitrechnung. Die Geschichte seiner Hidschra (Auswanderung) gibt immer wieder Anlass zur Hoffnung auf Allah; Hoffnung, dass es der muslimischen Gemeinschaft und allen notleidenden Menschen besser gehen wird. muslimehelfen gibt sie die Hoffnung, dass Sie nicht nachlassen und uns auch weiterhin helfen, zu helfen. Denn obwohl die Auswanderung des Propheten (s) so lange zurückliegt, bleibt sie immer aktuell.

Hidschra – bis die Sonne vom Westen aufgeht

So sagte der Prophet (s) sinngemäß: „Die Hidschra (gliedert sich in) zwei Arten: Eine von beiden ist, dass du dich von den Schlechtigkeiten fernhältst, und die andere ist die Hidschra zu Allah und zu Seinem Propheten. Und die Hidschra bricht nicht ab, solange die Tauba (reumütige Umkehr) angenommen wird. Und die Tauba wird angenommen, bis die Sonne vom Westen aufgeht. Und wenn sie dann aufgeht, wird jedes Herz mit dem, was in ihm ist, versiegelt, und das Tun der Menschen ist beendet“ (Ahmad).

Hidschra – Mittel auf dem Weg zu Allah

Die Hidschra ist seit jeher ein Mittel auf dem Weg zu Allah, wie viele Beispiele bezeugen, darunter:

* Die Hidschra des Propheten. Der Prophet (s) sagte sinngemäß: „Ich sah im Traum, dass ich von Mekka in einen Landstrich mit Palmen auswandere, und ich dachte, es wäre Yamama oder Hadschar, und es war die Stadt Yathrib“ (Buchari).
* Die Hidschra einiger Prophetengefährten (r). Aischa (r) berichtete sinngemäß: „Der Prophet sagte zu den Muslimen: „Mir wurde der Ort eurer Auswanderung gezeigt; es ist ein Landstrich mit Palmen zwischen den zwei Lavafeldern. Daraufhin zogen einige in Richtung Medina aus…“ (Buchari).
* Die Hidschra des Propheten Ibrahim, Friede auf ihm (a.s.). Ibrahim (a.s.) sagte sinngemäß: „… Ich bin ja ein Auswanderer (Muhadschir) zu meinem Herrn, Er ist ja, Er, der Mächtige, der Weise“ (29:26).
* Die Hidschra der Gefährten der Höhle. „Als die jungen Männer sich nach der Höhle begaben…“ (18:10). „Und wenn ihr euch zurückgezogen habt von ihnen und dem sie außer Allah dienen,…“ (18:16). „Sie, wenn sie von euch Kenntnis haben, steinigen sie euch oder bringen euch zurück in ihre Glaubensgemeinschaft, und dann ergeht es euch sicher nicht mehr wohl, niemals“ (18:20).
* Die Hidschra desjenigen, der hundert Menschen getötet hatte. Der Prophet (s) berichtete von einem Mann, der hundert Menschen getötet hatte und dem – als er reumütig zu seinem Herrn umkehren wollte – sinngemäß gesagt wurde: „Brich auf nach Soundso, denn dort leben Menschen, die Allah, dem Erhabenen, dienen; so diene Allah mit ihnen. Und kehre nicht um in dein Land, denn es ist ein schlechtes Land“ (Muslim).

Hidschra – ihre Vorzüge und ihr Lohn

Der Koran berichtet an vielen Stellen über den Vorzug derjenigen, die auf Allahs Wege auswandern, und über den Lohn, den sie dafür erwarten dürfen:

* „Ja, diejenigen, die geglaubt haben und die ausgewandert sind und sich ganz eingesetzt haben auf dem Weg Allahs, diese erhoffen die Barmherzigkeit Allahs, und Allah ist verzeihend, barmherzig“ (2:218).
* „… und diejenigen, die ausgewandert sind und aus ihren Heimstätten vertrieben wurden und denen Leid angetan wurde auf Meinem Weg und die gekämpft haben und getötet wurden, ganz bestimmt decke Ich ihre Schlechtigkeiten zu, und ganz bestimmt lasse Ich sie in Gärten hineingehen, unter denen Gewässer fließen, als Lohn von Allah, und Allah, bei Ihm ist der schönste Lohn“ (3:195).
* „Und wer auf dem Weg Allahs auswandert, findet auf der Erde viel weiterstreckten Auswanderungsweg, und wer aus seinem Haus herausgeht als Auswanderer zu Allah und Seinem Gesandten, dann holt ihn das Sterben ein, so ist schon seine Belohnung Allah zugefallen, und Allah ist verzeihend, barmherzig“ (4:100).
* „Diejenigen, die geglaubt haben und ausgewandert sind und sich ganz eingesetzt haben mit ihren Vermögensgütern und sich selbst auf dem Weg Allahs, und diejenigen, die Bleibe gegeben haben und geholfen haben, diese sind – die einen von ihnen den anderen – Schutzfreunde, und diejenigen, die geglaubt haben und nicht ausgewandert sind, ihr habt mit ihnen keine Schutzfreundschaft, bis sie auswandern, …“ (8:72).
* „Diejenigen, die geglaubt haben und ausgewandert sind und sich ganz eingesetzt haben auf dem Wege Allahs mit ihren Vermögensgütern und sich selbst, sind von bedeutenderem Rang bei Allah, und diese, sie sind die Glückseligen. Ihr Herr kündet ihnen Barmherzigkeit an von Sich und Zufriedenheit und Gärten, in denen für sie bleibenden Gnadengaben sind. Ewig sind sie dort, für immer, ja, Allah, bei Ihm gibt es gewaltige Belohnung“ (9:20-22).
* „Und diejenigen, die ausgewandert sind um Allahs willen, nachdem ihnen Unrecht angetan wurde, ganz bestimmt weisen Wir ihnen in dieser Welt eine gute Wohnstätte zu, – und bestimmt ist die Belohnung des Jenseits größer, wenn sie es wüßten, …“ (16:41).
* „Dann ist dein Herr denjenigen, die ausgewandert sind, nachdem sie verfolgt wurden, sich dann ganz eingesetzt und geduldig ausgeharrt haben – dein Herr ist ja danach bestimmt verzeihend, barmherzig“ (16:110).

Der „ganze Einsatz“ (Dschihad), der in obigen Versen verschiedentlich angesprochen wird, meint nicht notwendigerweise den bewaffneten Kampf. Vielmehr kann sich jeder mit dem ganz einsetzen, was Allah ihm gegeben hat. Ebenso bedeutet die Hidschra nicht nur die geographische Auswanderung von einem Gebiet ins andere. Was die Hidschra für den einzelnen in der Praxis bedeutet, erfahren Sie hier.

Wie oben erwähnt, definierte der Prophet (s) eine der Arten der Auswanderung derart, dass man sich fernhalte von Schlechtigkeiten. Dazu sagte er (s) auch: Der Muslim ist derjenige, vor dessen Zunge und Hand die Muslime sicher sind, und der Auswanderer ist derjenige, der sich von dem fernhält, was Allah verwehrt hat“ (Buchari).

Wa l-Llahu a’lam wa bi l-Llahi t-Taufiq.

Und Allah weiß es am besten, und mit Allah ist der Erfolg.

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Über den Autor/en

Emha

Geboren 1985, als Schwester Emha spickt sie ihren Kollegen über die Schulter, erklärt Kompliziertes und Aktuelles aus dem Büroleben und wenn Unterhaltung ansteht, dann ist Emha ganz vorne mit dabei.



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