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Veröffentlicht am 13. Juni 2014 | by mh-Redaktion

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Allahs Geschenke im Ramadan

In der al-Baqqarah erwähnt Allah die Gebote des Fastens, {2:183-187}. Vier Begriffe fallen auf als Geschenke Allahs an die Gläubigen: Selbstschutz, Koran, Dankbarkeit, Dua.

Selbstschutz

Im Koran lesen wir: „Ihr Gottergebenen, euch ist das Fasten vorgeschrieben, wie es denen vor euch auch vorgeschrieben war, auf dass ihr euch selbst schützen möget.“ (2:183). Der Ausdruck „euch selbst schützen möget“ entspricht sinngemäß dem Arabischen la’allakum tattaqun, der mit dem Wort Taqwah zusammenhängt. Im Deutschen kann Taqwah als Selbstschutz erklärt werden.

Selbstschutz bedeutet, Allah und Seinem Willen gegenüber aufrichtig zu sein, Seine Gebote einzuhalten und sie nicht zu übertreten. Wir schützen uns also vor Sünden, Übertretungen, davor Allah etwas beizugesellen, und indem wir rechtschaffen handeln.

Ein Weg, rechtschaffen zu handeln, ist zu fasten. Durch Handlungen, die dem Fasten entsprechen, erlangen wir Rechtschaffenheitunser eigentliches Ziel. Zu Fasten bedeutet also nicht einfach nur zu hungern. Allah erwartet im Ramadan von uns, dass wir das Fasten als unser Schutzschild nehmen. Bemerkenswert ist, dass Allah sowohl zu Beginn als auch am Ende der o.g. Verse den Selbstschutz mit dem Fasten verbindet, (2:187).

Koran

Allah beginnt Seine einzige Aussage über den Ramadan mit: „Der Ramadan ist jener Monat, in dem der Koran als Rechtleitung für die Menschen herabgesandt worden ist und als klarer Beweis der Rechtleitung und der Unterscheidung“ (2:185).

Dieser Vers ist als Aufruf an uns gerichtet, den Ramadan mit dem Koran zu verbringen. Im Ramadan geht es darum, uns intensiv mit Allahs Buch zu beschäftigen. Wir sollen ihn verstehen und das Verstandene umsetzen. Viele lesen den Koran herunter; dabei wurde er herabgesandt, damit wir unser Leben meistern.

Dankbarkeit

Der Ramadan ist auch der Monat der Dankbarkeit. Sie ist ein Ausdruck von Einsicht und Erkenntnis; dass der Mensch ein Geschöpf Allahs ist, das Grenzen hat. Allah allein verdanken wir, einen weiteren Ramadan erleben zu dürfen. Das Fasten darin zielt auf das Bewusstsein ab, Ihm gegenüber dankbar zu sein, (2:185). Sind wir undankbar, widersetzen wir uns Allah und gehorchen dem Schaitan, der uns in die Irre führen will.

Dua

Zwischen den Geboten des Fastens erwähnt Allah das Dua: „Wenn Dich meine Diener nach mir fragen, so bin Ich nahe, und Ich erhöre den Ruf des Rufenden, wenn er Mich anruft. Sie sollen nun auf Mich hören, und sie sollen an Mich glauben, auf dass sie einen rechten Wandel zeigen.“ (2:186). Allah setzt das Fasten und das Bittgebet an Ihn in engen Zusammenhang. Wir fasten, lesen Koran, sind Allah dankbar und halten fest an Seinen Geboten. Dann öffnen wir unsere Hände und bitten Allah. Dua ist eine persönliche Handlung, die in Demut und Vertraulichkeit nur an Allah herangetragen werden sollte.

Bereiten wir uns auf diesen Ramadan vor, als wäre es unser letzter. Ein Allah gefälliges Leben ist wie ein Fest im Diesseits und das Paradies als Lohn im Jenseits.

Und Allah weiß es am besten.

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