Emha

Veröffentlicht am 14. November 2011 | by Emha

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Adam (as) – untrennbar im Gebet mit uns verbunden!

Assalamu aleikum, unser Wandkalender 2012 hängt mittlerweile in so mancher Küche, an vielen Pinnwänden und vielleicht stehen schon die ersten Termine von Euch darin. Auf der Rückseite schlummert derweil das Poster mit den 25 Prophetennamen und wartet im Schönheitsschlaf ein Jahr, bevor der Kalender veraltet ist, und die Rückseite für die Jahre danach Euer Begleiter sein kann.

Ich dachte mir, die Rückseite verdient ihre ganz besondere Aufmerksamkeit – vielleicht schaffe ich daraus ja eine Serie zu machen, inschallah.

Wenn wir also schon mit den Propheten beginnen und dies mein erster Beitrag dazu sein soll, liegt es am Naheliegendsten auch mit dem ersten Menschen und Propheten zu beginnen:

Adam (as)

Ich bin jetzt keine Theologin und werde auch nicht haarklein seine Geschichte erzählen. Dazu gibt es viele Bücher und Internetseiten, wo diese nachzulesen ist, aber ich möchte mit Euch ein sehr persönliches Erlebnis teilen. Wenn ich an Adam (as) denke, dann fällt mir eine meiner ersten Begegnungen mit meiner islamischen Lehrerin ein. Sie gab mir damals ein Bild in meinen Kopf, das ich nie wieder vergessen habe….

Wisst Ihr, wie man Adam auf Arabisch schreibt?

Man beginnt mit einem Alif, danach kommt das arabische dal und zum Schluss das Mim – von rechts nach links. Und sie zeigte mir ein kleines Wunder: Stellt Euch nun einen Betenden im Seitenprofil vor:

Er steht gerade im Qiyam wie ein Alif. Sein Blick ist in sich gekehrt nach unten gerichtet, aber seine Haltung ist aufrecht – wie ein guter Muslim.

Er beugt sich aber auch, steht im Ruku’ und kniet vor Allah, gebogen wie ein dal.

Und eine weitere Position ist das Sudschud, die Niederwerfung, in der der Betende seine Stirn auf den Boden legt und seine stillen Bitten an Allah (ta) richtet. Und dann sehe ich das Mim vor mir, mit seiner Wölbung und dem langen nach vorne gezogenen Ende und ich erkenne darin genau diese Niederwerfung.

Jetzt kann man natürlich sagen… schön, aber da fehlt doch noch das eine oder andere… und wofür dieser Vergleich?

Fällt es Euch nicht auf?

Jeden Tag in unseren Gebeten schreiben wir mit unserem ganzen Sein, den Namen des ersten Menschen! Sein Name, unsere Menschlichkeit ist Teil des Gebets – untrennbar damit verbunden – und damit auch mit uns. Und das nicht nur als Lippenbekenntnis, sondern unser ganzer Körper schreibt beim Gebet: “Ich bin Mensch”…. “Ich mit meinem Gebet bestätige ich mein Menschsein mit jeder Faser meines Körpers”

Das ist für mich das beeindruckendste Bild, wenn ich an Adam (as) denke.

wa salam

Eure

Emha

 

Weitere Gedanken zu den Propheten gibt es hier

Die Texte sind erschienen im Rahmen des Bloggerprojekts “Propheten ganz nah”.

Alle 25 Propheten sind das Thema der Rückseite des muslimehelfen Wandkalenders 2012

 

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Über den Autor/en

Emha

Geboren 1985, als Schwester Emha spickt sie ihren Kollegen über die Schulter, erklärt Kompliziertes und Aktuelles aus dem Büroleben und wenn Unterhaltung ansteht, dann ist Emha ganz vorne mit dabei.



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